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Geboren wurde Lea im Mai 2006 als Tochter einer Bauernhofkatze namens Sissy. Sie war, wie wir später feststellten, eindeutig die 3. Katze, die wir nicht einfangen konnten. Jetzt war sie hoch schwanger. Ab dem 09.Sept. 2007 lief sie immer zu unserer Futterstelle und verblieb auch sehr lange in der Umgebung unseres Hauses. Am 11. Sept. 2007 war es dann soweit. Sie wurde sehr unruhig, und wollte zu uns. Lea bekam um ca. 9:00 Uhr ihre Wehen und wir bereiteten alles für die Geburt vor. Leider hatte sie erhebliche Probleme. Sie konnte allein ein Baby zur Welt bringen, aber bis um 23: 00 Uhr tat sich nichts mehr. Der schon informierte Tierarzt hielt dies für den letzten Zeitpunkt bis zu dem wir warten konnten. Jetzt also mußten wir handeln. So fuhren wir also zum Tierarzt, wo sie einen Kaiserschnitt erhielt und noch 4 weitere Babys das Licht der Welt erblichten. Diese wurden uns noch mit Klemme am Nabel übergeben, um sie mit Tüchern abzurubbeln, was den Kreislauf anregt. Während dieser Zeit wurde Lea zu Ende versorgt. So fuhren wir mit 6 Katzen wieder nach Hause. Das Kleinste befand sich bei Frauchen im Ausschnitt. Zuhause angekommen, kamen alle in einem Extrazimmer in einem Körbchen unter die Wärmelampe. Diese war nötig, da Lea immer noch benommen war und selbst viel Wärme brauchte und somit ihren Babys keine geben konnte. Lea allerdings erholte sich die ganze Nacht über nicht von der Narkose, woraufhin wir mit allen Tieren wieder zum Tierarzt fuhren. Hier wurde nach Untersuchung und Laborbefund eine schlimme Diagnose gestellt. "Völliges Nierenversagen und Leukose". Der Befund auf Leukose beruhte allerdings nur auf einem Schnelltest, der nicht sehr aussagekräftig ist.
Dies war für unseren Tierarzt Grund genug alle Tiere einschläfern zu wollen. Die Jungtiere auch deshalb, weil er die Handaufzucht vom ersten Lebenstag an für unpraktikabel und tierquälerisch hielt. Dies war für uns wiederum nicht zu akzeptieren, und wir kämpften mit Engelszungen für die Familie.

Zum Glück gab es einen weiteren Tierarzt in dieser Praxis, der sich bereit erklärte, mit uns den Kampf um Leas Leben aufzunehmen. Sie wurde an einen Tropf gelegt, der Lea eine Stunde lang mit Flüssigkeit und Medikamenten versorgte. Dies mußte auch am Abend, sowie auch die nächste 6 Tage lang morgens und abends, wiederholt werden. Herrchen hielt sie dabei im Arm und Lea, als ob sie wüsste was davon abhing, hielt still und ließ alles über sich ergehen. Jedesmal, wenn wir vom Tierarzt nach Hause kamen, nahm Lea, wie selbstverständlich, ihre Mutterpflichten auf. Dies hat alle ungemein verwundert. Zusätzlich bekam sie auch noch Spritzen. Am Ende dieser Tortur stand aber dann die Prüfung an. Herrchen und Frauchen waren nicht zu beruhigen, als uns eröffnet wurde, daß alle maßgeblichen Werte über die Maßen gut waren. Lea war geheilt.

Aber kaum war dies überstanden, wurde Lea von außen durch den Zaun mit Ködern vergiftet. Wieder begann ein Kampf auf Leben und Tod, den sie wieder gewann. Für diesen Kampfgeist in diesem kleinen Geschöpf bewundern wir sie sehr.

Heute lebt sie mit ihrem Nachwuchs immer noch bei uns im Haushalt, und wird dies bis zu ihrem Lebensende tun. Wir können ihr auch keinen Wunsch abschlagen. Dies hat zur Folge, daß sie mittlerweile 3x so kräftig ist, wie sie einst war und gute 6 Kg auf die Waage bringt. So lange sie glücklich und gesund dabei ist, ist dies für uns und auch für den Tierarzt in Ordnung. Jetzt nach einem Jahr danach, hat sie immer ihre Jungen am Rockzipfel. Vor allem einer ihrer Kater namens Luk ist ihr besonders zugetan. Dies zu sehen, bei dem Wissen um ihre Vergangenheit, lässt einem das Herz aufgehen.